Kündigungsfrist Probezeit TVöD berechnen: Rechner, Frist und Beendigungstermin

Du willst in der Probezeit schnell wechseln, aber ein falscher Zugangstag kann dein Arbeitsverhältnis um mehrere Wochen verlängern. Schon ein einziger Tag kann den nächsten Monatswechsel entscheiden. Nutze zuerst den Rechner und prüfe danach, wie die TVöD-Frist berechnet wird.

Was Sie hier finden:

TVöD-Probezeit: Kündigungsfrist berechnen

Der TVöD Kündigungsfrist Rechner ermittelt das Ende deiner Probezeit und prüft, ob die Kündigung rechtzeitig zugegangen ist. Anschließend berechnet er den frühestmöglichen Beendigungstermin zum Monatsende.

Berechne das Ende deiner Probezeit, die Kündigungsfrist und den frühestmöglichen Beendigungstermin nach TVöD. Maßgeblich ist der Tag, an dem die Kündigung tatsächlich zugeht.

1. Angaben zum Arbeitsverhältnis

Entscheidend ist der vertragliche Beginn.
Es zählt der Zugang, nicht das Datum auf dem Schreiben.
Zum Beispiel Schwangerschaft, Elternzeit oder besonderer Schutz.

Dieser Rechner richtet sich an Tarifbeschäftigte nach TVöD. Er dient der ersten Orientierung und ersetzt keine Prüfung deines Arbeitsvertrags oder eine Rechtsberatung. Für Beamtenverhältnisse, Ausbildungsverhältnisse und Sondertarifverträge gelten andere Regeln.

Du kannst unbefristete und befristete Arbeitsverträge berücksichtigen. Bei befristeten TVöD-Verträgen unterscheidet der Rechner zwischen einer Befristung mit Sachgrund und ohne Sachgrund. Das Ergebnis zeigt dir außerdem die Rechtsgrundlage, den Zugangstag, die Kündigungsfrist und wichtige Hinweise zu Sonderkündigungsschutz oder Vertragsende.

Die Probezeitregelung ist Teil der tariflichen Vorgaben. Einen allgemeinen Überblick zu tariflichen Kündigungsfristen findest du in unserem Ratgeber zu Tarifverträgen.

Kündigungsfrist Probezeit TVöD berechnen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Eine zuverlässige Berechnung setzt voraus, dass du den vertraglichen Beginn und den tatsächlichen Zugang der Kündigung richtig einträgst. Das Datum auf dem Kündigungsschreiben ist nicht immer entscheidend. Der Rechner prüft deine Angaben und bestimmt den korrekten Monatsschluss.

  1. Vertragsart: Wähle Unbefristeter Arbeitsvertrag oder Befristeter Arbeitsvertrag.
  2. Beginn des Arbeitsverhältnisses: Trage den ersten vertraglichen Beschäftigungstag ein. Dieser kann für die anrechenbare Beschäftigungszeit maßgeblich sein.
  3. Tag des Zugangs der Kündigung: Gib den Tag ein, an dem die Kündigung tatsächlich ankommt.
  4. Wer kündigt?: Wähle, ob du als Arbeitnehmer selbst kündigst oder ob dein Arbeitgeber die Kündigung ausspricht.
  5. Besteht Sonderkündigungsschutz?: Wähle Nein, Ja oder Unsicher.
  6. Wurde eine kürzere Probezeit vereinbart?: Wähle diese Option, wenn dein unbefristeter Vertrag eine kürzere Probezeit vorsieht.
  7. Kündigungsfrist berechnen: Klicke auf den Button, um das vollständige Ergebnis zu öffnen.

Wie lange beträgt die Kündigungsfrist in der Probezeit im TVöD?

Bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag beträgt die Kündigungsfrist im TVöD innerhalb der ersten sechs Monate grundsätzlich zwei Wochen zum Monatsende. Dein Arbeitsverhältnis endet deshalb nicht automatisch vierzehn Tage nach dem Zugang der Kündigung.

Die Frist beginnt am Tag nach dem Zugang. Nach Ablauf der zwei Wochen wird der nächste zulässige Monatsschluss bestimmt. Damit unterscheidet sich der TVöD von der gesetzlichen Regelung nach § 622 Abs. 3 BGB, die während einer vereinbarten Probezeit grundsätzlich eine Kündigung zu jedem beliebigen Termin ermöglicht.

Berechnung Kündigungsfrist Probezeit TVöD: Vom Zugang zum Monatsende

Die folgende Übersicht zeigt, warum die Kündigungsfrist während der Probezeit nicht immer genau vierzehn Tage nach dem Zugang endet. Zuerst werden zwei Wochen berechnet. Danach wird der erste Monatsletzte ausgewählt, der auf diesen Fristablauf folgt.

Zugang der KündigungZwei Wochen späterFrühester MonatsschlussErgebnis
10.02.202624.02.202628.02.202628.02.2026
20.02.202606.03.202631.03.202631.03.2026
24.04.202608.05.202631.05.202631.05.2026
15.01.202629.01.202631.01.202631.01.2026
Geht die Kündigung beispielsweise am 20. Februar zu, endet die Zweiwochenfrist erst im März. Deshalb ist der 31. März der frühestmögliche Beendigungstermin.

Probezeit im TVöD: Dauer und Ende berechnen

Im TVöD gelten die ersten sechs Monate ab Beginn des Arbeitsverhältnisses normalerweise als Probezeit. Beginnt dein Arbeitsverhältnis am 15. Januar, endet dieser Zeitraum grundsätzlich mit Ablauf des 14. Juli. Entscheidend ist der vertragliche Beginn, nicht der erste tatsächliche Arbeitstag.

Wurde eine kürzere Probezeit vereinbart, zeigt der Rechner zusätzlich deren vertragliches Ende an. Bei einer unmittelbaren Übernahme nach einer Ausbildung beim selben Arbeitgeber kann die tarifliche Probezeit entfallen. In diesem Fall solltest du die reguläre TVöD-Kündigungsfrist gesondert prüfen.

Kündigungsfrist bei befristetem Arbeitsvertrag im TVöD

Bei einem befristeten Arbeitsvertrag hängt der maßgebliche Probezeitraum davon ab, ob die Befristung mit oder ohne Sachgrund vereinbart wurde. Während dieses Zeitraums gilt bei anwendbarem § 30 TVöD ebenfalls eine Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende.

VertragsartMaßgeblicher ZeitraumKündigungsfristRechtsgrundlage
Unbefristeter ArbeitsvertragErste sechs MonateZwei Wochen zum Monatsende§ 34 Abs. 1 TVöD
Befristeter Vertrag mit SachgrundErste sechs MonateZwei Wochen zum Monatsschluss§ 30 Abs. 4 TVöD
Befristeter Vertrag ohne SachgrundErste sechs WochenZwei Wochen zum Monatsschluss§ 30 Abs. 4 TVöD
Ein befristeter Vertrag endet grundsätzlich mit dem vereinbarten Vertragsende. Liegt dieses Datum vor dem errechneten Kündigungstermin, bleibt das Vertragsende maßgeblich. Nach Ablauf der Probezeit ist eine ordentliche Kündigung nur möglich, wenn der Vertrag und § 30 TVöD diese Möglichkeit vorsehen.

Zugang der Kündigung im TVöD: Welches Datum zählt?

Für die Berechnung zählt der Tag, an dem die Kündigung tatsächlich zugeht. Das Datum auf dem Schreiben oder der Tag der Absendung ist nicht automatisch entscheidend. Erst mit dem Zugang beim Arbeitgeber oder bei dir beginnt die relevante Fristberechnung.

Bewahre deshalb einen Nachweis über die Übergabe oder den Eingang auf. Bei einer persönlichen Übergabe kannst du dir den Empfang bestätigen lassen. Bei einem Versand solltest du eine Zustellungsart wählen, mit der sich der Zugang später nachweisen lässt.

Was passiert nach der Probezeit?

Geht die Kündigung erst nach dem maßgeblichen Probezeitraum zu, gilt die verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende nicht mehr. Der Rechner weist dich in diesem Fall darauf hin, dass eine reguläre TVöD-Berechnung erforderlich ist.

Nach der Probezeit richtet sich die Kündigungsfrist bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag nach der anrechenbaren Beschäftigungszeit. Je nach Dauer gelten ein Monat zum Monatsende oder längere Fristen zum Quartalsende. Dafür kannst du die allgemeine TVöD-Kündigungsfrist berechnen.

Häufige Fehler bei der Berechnung der TVöD-Kündigungsfrist

Viele falsche Ergebnisse entstehen, weil ein falsches Datum verwendet oder die tarifliche Besonderheit des Monatsendes übersehen wird. Prüfe deshalb nicht nur die Dauer der Kündigungsfrist, sondern auch den zulässigen Beendigungstermin.

  • Falscher Zugangstag: Verwende den Tag, an dem die Kündigung tatsächlich angekommen ist.
  • Briefdatum verwenden: Das Datum auf dem Kündigungsschreiben ersetzt nicht den nachweisbaren Zugang.
  • Vierzehn Tage direkt addieren: Berücksichtige zusätzlich den nächsten zulässigen Monatsletzten.
  • BGB-Frist übernehmen: Im TVöD endet die Kündigung während der Probezeit nicht an jedem beliebigen Tag.
  • Befristung übersehen: Prüfe bei Zeitverträgen den Sachgrund und das vereinbarte Vertragsende.
  • Probezeit und Beschäftigungszeit verwechseln: Die Probezeit betrifft den Beginn des Arbeitsverhältnisses, während spätere TVöD-Fristen nach der Beschäftigungszeit bestimmt werden.

Häufige Fragen unserer Leser

Muss die Kündigung während der Probezeit schriftlich erfolgen?

Ja. Eine Kündigung muss grundsätzlich schriftlich mit eigenhändiger Unterschrift erfolgen. Eine Nachricht per E-Mail, Messenger oder mündliche Erklärung reicht normalerweise nicht aus. Zusätzlich solltest du den Zugang beim Empfänger nachweisen können.

Kann die Kündigung am letzten Tag der Probezeit zugehen?

Ja. Geht die Kündigung am letzten Tag des maßgeblichen Probezeitraums zu, kann weiterhin die verkürzte TVöD-Frist gelten. Das Arbeitsverhältnis darf dann auch erst nach dem Ende der Probezeit zum nächsten zulässigen Monatsende enden.

Verlängert eine Krankheit die Probezeit?

Nein, eine normale Arbeitsunfähigkeit verlängert die Probezeit nicht automatisch. Der Zeitraum läuft grundsätzlich kalendarisch weiter. Eine Kündigung während einer Krankheit ist möglich, sofern kein besonderer Kündigungsschutz entgegensteht.

Was gilt bei einer direkten Übernahme nach der Ausbildung?

Wirst du unmittelbar nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung vom selben Arbeitgeber übernommen, kann die tarifliche Probezeit entfallen. Prüfe in diesem Fall den Arbeitsvertrag und nutze für die Kündigungsfrist die regulären TVöD-Regeln.

Gilt diese Berechnung auch für den TV-L?

Nein, der Rechner ist auf den TVöD ausgerichtet. Für Beschäftigte der Bundesländer gilt häufig der TV-L. Die Regelungen ähneln sich, können sich aber bei Probezeit, Befristung und Kündigungstermin unterscheiden.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Orientierung. Maßgeblich bleiben dein Arbeitsvertrag, der anwendbare Tarifvertrag und mögliche Schutzvorschriften. Das Ergebnis ersetzt keine individuelle Prüfung durch eine geeignete Beratungsstelle oder einen Rechtsanwalt.

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