Kündigungsfrist Probezeit TVöD berechnen: Rechner, Frist und Beendigungstermin
Du willst in der Probezeit schnell wechseln, aber ein falscher Zugangstag kann dein Arbeitsverhältnis um mehrere Wochen verlängern. Schon ein einziger Tag kann den nächsten Monatswechsel entscheiden. Nutze zuerst den Rechner und prüfe danach, wie die TVöD-Frist berechnet wird.
- TVöD-Probezeit: Kündigungsfrist berechnen
- Kündigungsfrist Probezeit TVöD berechnen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Wie lange beträgt die Kündigungsfrist in der Probezeit im TVöD?
- Berechnung Kündigungsfrist Probezeit TVöD: Vom Zugang zum Monatsende
- Probezeit im TVöD: Dauer und Ende berechnen
- Kündigungsfrist bei befristetem Arbeitsvertrag im TVöD
- Zugang der Kündigung im TVöD: Welches Datum zählt?
- Was passiert nach der Probezeit?
- Häufige Fehler bei der Berechnung der TVöD-Kündigungsfrist
- Häufige Fragen unserer Leser
TVöD-Probezeit: Kündigungsfrist berechnen
Der TVöD Kündigungsfrist Rechner ermittelt das Ende deiner Probezeit und prüft, ob die Kündigung rechtzeitig zugegangen ist. Anschließend berechnet er den frühestmöglichen Beendigungstermin zum Monatsende.
Berechne das Ende deiner Probezeit, die Kündigungsfrist und den frühestmöglichen Beendigungstermin nach TVöD. Maßgeblich ist der Tag, an dem die Kündigung tatsächlich zugeht.
Du kannst unbefristete und befristete Arbeitsverträge berücksichtigen. Bei befristeten TVöD-Verträgen unterscheidet der Rechner zwischen einer Befristung mit Sachgrund und ohne Sachgrund. Das Ergebnis zeigt dir außerdem die Rechtsgrundlage, den Zugangstag, die Kündigungsfrist und wichtige Hinweise zu Sonderkündigungsschutz oder Vertragsende.
Die Probezeitregelung ist Teil der tariflichen Vorgaben. Einen allgemeinen Überblick zu tariflichen Kündigungsfristen findest du in unserem Ratgeber zu Tarifverträgen.
Kündigungsfrist Probezeit TVöD berechnen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Eine zuverlässige Berechnung setzt voraus, dass du den vertraglichen Beginn und den tatsächlichen Zugang der Kündigung richtig einträgst. Das Datum auf dem Kündigungsschreiben ist nicht immer entscheidend. Der Rechner prüft deine Angaben und bestimmt den korrekten Monatsschluss.
- Vertragsart: Wähle Unbefristeter Arbeitsvertrag oder Befristeter Arbeitsvertrag.
- Beginn des Arbeitsverhältnisses: Trage den ersten vertraglichen Beschäftigungstag ein. Dieser kann für die anrechenbare Beschäftigungszeit maßgeblich sein.
- Tag des Zugangs der Kündigung: Gib den Tag ein, an dem die Kündigung tatsächlich ankommt.
- Wer kündigt?: Wähle, ob du als Arbeitnehmer selbst kündigst oder ob dein Arbeitgeber die Kündigung ausspricht.
- Besteht Sonderkündigungsschutz?: Wähle Nein, Ja oder Unsicher.
- Wurde eine kürzere Probezeit vereinbart?: Wähle diese Option, wenn dein unbefristeter Vertrag eine kürzere Probezeit vorsieht.
- Kündigungsfrist berechnen: Klicke auf den Button, um das vollständige Ergebnis zu öffnen.
Wie lange beträgt die Kündigungsfrist in der Probezeit im TVöD?
Bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag beträgt die Kündigungsfrist im TVöD innerhalb der ersten sechs Monate grundsätzlich zwei Wochen zum Monatsende. Dein Arbeitsverhältnis endet deshalb nicht automatisch vierzehn Tage nach dem Zugang der Kündigung.
Die Frist beginnt am Tag nach dem Zugang. Nach Ablauf der zwei Wochen wird der nächste zulässige Monatsschluss bestimmt. Damit unterscheidet sich der TVöD von der gesetzlichen Regelung nach § 622 Abs. 3 BGB, die während einer vereinbarten Probezeit grundsätzlich eine Kündigung zu jedem beliebigen Termin ermöglicht.
Berechnung Kündigungsfrist Probezeit TVöD: Vom Zugang zum Monatsende
Die folgende Übersicht zeigt, warum die Kündigungsfrist während der Probezeit nicht immer genau vierzehn Tage nach dem Zugang endet. Zuerst werden zwei Wochen berechnet. Danach wird der erste Monatsletzte ausgewählt, der auf diesen Fristablauf folgt.
| Zugang der Kündigung | Zwei Wochen später | Frühester Monatsschluss | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 10.02.2026 | 24.02.2026 | 28.02.2026 | 28.02.2026 |
| 20.02.2026 | 06.03.2026 | 31.03.2026 | 31.03.2026 |
| 24.04.2026 | 08.05.2026 | 31.05.2026 | 31.05.2026 |
| 15.01.2026 | 29.01.2026 | 31.01.2026 | 31.01.2026 |
Probezeit im TVöD: Dauer und Ende berechnen
Im TVöD gelten die ersten sechs Monate ab Beginn des Arbeitsverhältnisses normalerweise als Probezeit. Beginnt dein Arbeitsverhältnis am 15. Januar, endet dieser Zeitraum grundsätzlich mit Ablauf des 14. Juli. Entscheidend ist der vertragliche Beginn, nicht der erste tatsächliche Arbeitstag.
Wurde eine kürzere Probezeit vereinbart, zeigt der Rechner zusätzlich deren vertragliches Ende an. Bei einer unmittelbaren Übernahme nach einer Ausbildung beim selben Arbeitgeber kann die tarifliche Probezeit entfallen. In diesem Fall solltest du die reguläre TVöD-Kündigungsfrist gesondert prüfen.
Kündigungsfrist bei befristetem Arbeitsvertrag im TVöD
Bei einem befristeten Arbeitsvertrag hängt der maßgebliche Probezeitraum davon ab, ob die Befristung mit oder ohne Sachgrund vereinbart wurde. Während dieses Zeitraums gilt bei anwendbarem § 30 TVöD ebenfalls eine Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende.
| Vertragsart | Maßgeblicher Zeitraum | Kündigungsfrist | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|---|
| Unbefristeter Arbeitsvertrag | Erste sechs Monate | Zwei Wochen zum Monatsende | § 34 Abs. 1 TVöD |
| Befristeter Vertrag mit Sachgrund | Erste sechs Monate | Zwei Wochen zum Monatsschluss | § 30 Abs. 4 TVöD |
| Befristeter Vertrag ohne Sachgrund | Erste sechs Wochen | Zwei Wochen zum Monatsschluss | § 30 Abs. 4 TVöD |
Zugang der Kündigung im TVöD: Welches Datum zählt?
Für die Berechnung zählt der Tag, an dem die Kündigung tatsächlich zugeht. Das Datum auf dem Schreiben oder der Tag der Absendung ist nicht automatisch entscheidend. Erst mit dem Zugang beim Arbeitgeber oder bei dir beginnt die relevante Fristberechnung.
Bewahre deshalb einen Nachweis über die Übergabe oder den Eingang auf. Bei einer persönlichen Übergabe kannst du dir den Empfang bestätigen lassen. Bei einem Versand solltest du eine Zustellungsart wählen, mit der sich der Zugang später nachweisen lässt.
Was passiert nach der Probezeit?
Geht die Kündigung erst nach dem maßgeblichen Probezeitraum zu, gilt die verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende nicht mehr. Der Rechner weist dich in diesem Fall darauf hin, dass eine reguläre TVöD-Berechnung erforderlich ist.
Nach der Probezeit richtet sich die Kündigungsfrist bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag nach der anrechenbaren Beschäftigungszeit. Je nach Dauer gelten ein Monat zum Monatsende oder längere Fristen zum Quartalsende. Dafür kannst du die allgemeine TVöD-Kündigungsfrist berechnen.
Häufige Fehler bei der Berechnung der TVöD-Kündigungsfrist
Viele falsche Ergebnisse entstehen, weil ein falsches Datum verwendet oder die tarifliche Besonderheit des Monatsendes übersehen wird. Prüfe deshalb nicht nur die Dauer der Kündigungsfrist, sondern auch den zulässigen Beendigungstermin.
- Falscher Zugangstag: Verwende den Tag, an dem die Kündigung tatsächlich angekommen ist.
- Briefdatum verwenden: Das Datum auf dem Kündigungsschreiben ersetzt nicht den nachweisbaren Zugang.
- Vierzehn Tage direkt addieren: Berücksichtige zusätzlich den nächsten zulässigen Monatsletzten.
- BGB-Frist übernehmen: Im TVöD endet die Kündigung während der Probezeit nicht an jedem beliebigen Tag.
- Befristung übersehen: Prüfe bei Zeitverträgen den Sachgrund und das vereinbarte Vertragsende.
- Probezeit und Beschäftigungszeit verwechseln: Die Probezeit betrifft den Beginn des Arbeitsverhältnisses, während spätere TVöD-Fristen nach der Beschäftigungszeit bestimmt werden.
Häufige Fragen unserer Leser
Rechtlicher Hinweis: Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Orientierung. Maßgeblich bleiben dein Arbeitsvertrag, der anwendbare Tarifvertrag und mögliche Schutzvorschriften. Das Ergebnis ersetzt keine individuelle Prüfung durch eine geeignete Beratungsstelle oder einen Rechtsanwalt.
